Startschuss für die Marktplatz-Umgestaltung
Wie soll der Freudenberger Marktplatz in fünf Jahren aussehen? Diese Frage werden der Rat der Stadt Freudenberg gemeinsam mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern in den kommenden Monaten beantworten. Während die Bauarbeiten auf dem Kurpark voranschreiten, ist die Erarbeitung des Gestaltungskonzeptes für den Marktplatz an das Büro Loth, Städtebau und Stadtplanung aus Siegen vergeben worden. Diesen Vorschlag hat die Bürgermeisterin den Fraktionen unterbreitet, per Dringlichkeit wurde der Beschluss gefasst.
Die Zeit drängt, denn bis zum 30. September müssen für das Förderverfahren ein Gestaltungskonzept sowie eine Kostenschätzung für die Durchführung der Maßnahme vorgelegt werden. „Mitten in der Kernstadt haben wir die Chance, einen weiteren Ort mit hoher Aufenthaltsqualität sowohl für die Bewohnerinnen und Bewohner Freudenbergs als auch für Besucher und Touristen zu schaffen. Dafür sollen Fördermittel aus der Städtebauförderung in Anspruch genommen werden”, erklärte Bürgermeisterin Nicole Reschke und fügte an: „Es hat sich bewährt, dass wir die Stimmen der Bürgerinnen und Bürger in unsere Überlegungen einbezogen haben und so werden wir noch vor den Sommerferien einen breit angelegten Beteiligungsprozess starten.“
Wie dieses Verfahren genau aussieht, wird nach den Osterferien entschieden. Dann ist klar, ob die Versammlungsbeschränkungen weiterhin greifen. So wären alternative Ansätze gefragt. Denkbar ist eine Mischung aus Online-Beteiligung, Ausstellungen, kleineren Veranstaltungen mit Zielgruppen, Treffen im Freien. „In den kommenden Wochen werden wir mit dem Büro Loth intensiv besprechen, wie die Bürgerinnen und Bürger möglichst produktiv und effizient in den Planungsprozess mit einbezogen werden können“, sagte Freudenbergs Bürgermeisterin.
Der zu gestaltende Bereich zieht sich vom KulTourBackes/Touristinfo über die Fläche, die aktuell noch von Kindergarten und Feuerwehr genutzt wird, bis hinauf zum Wassertretbecken. Seit Bestand des Alten Flecken Freudenberg ist der Marktplatz ein der Altstadt angegliederter, weitgehend unbebauter Bereich, der über die Jahrhunderte verschiedene Nutzungen erfahren hat. Einst bedeckte den Großteil der Fläche ein Weiher zum Antrieb eines Hammerwerkes und später Löschteich, der im 17. Jahrhundert größtenteils zugeschüttet wurde. Ebene Freiflächen wurden als Bleichwiese und die Hänge zur Nordstraße als Kleingärten genutzt. Seit Mitte des 19. Jahnhunderts ist der Marktplatz Feuerwehrstandort. Der noch vorhandene Weiher wird noch als Löschteich geführt.
Die Rahmenplanung für den Bereich Stadtmitte-Nord führt folgende Punkte auf:
- Aufgabe Feuerwehrgerätehaus
- Spielplatz erhalten
- Element Wasser berücksichtigen
- Maximale Flächenausdehnung als Gegenpol zur kleinteiligen Altstadt und Gestaltungsmöglichkeiten für unterschiedliche Veranstaltungsformen
- Randzone zum Seelbach als Flanierbereich
- Anbindung an Wanderwege
- Parkplätze und Verkehrssituation überarbeiten
Nun gilt es insbesondere auch in Ergänzung zum Kurpark eine zukunftsorientierte Planung auf den Weg zu bringen. „Verwaltungsintern haben wir schon kreative Ideen ausgetauscht, jetzt sind wir gespannt, welche Gedanken und Anregungen aus der Bürgerschaft in den Prozess einfließen“, so die Bürgermeisterin abschließend.