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04.11.2015

Netzwerk Flüchtlingshilfe und Stadtverwaltung informieren zur Flüchtlingssituation in Freudenberg

Bedarf an Wohnraum und ehrenamtlich Aktiven steigt

Die Stadt Freudenberg setzt ihren eingeschlagenen Weg zur dezentralen Unterbringung von Flüchtlingen fort und nimmt die vielen Angebote zur Anmietung privaten Wohnraums in Anspruch. Der Bedarf ist anhaltend groß. „Wir suchen weiterhin geeignete Räumlichkeiten und sind auch an bisher noch gewerblich genutzten Gebäuden interessiert. Das ist für uns die bestmögliche Chance über die kommenden Wochen hinaus sicher zu stellen, dass öffentliche Gebäude wie Turnhallen nicht als kurzfristige Ausweichquartiere in Frage kommen“, erklärte Bürgermeisterin Nicole Reschke wenige Tage nach ihrem Amtsantritt. Aber nicht nur die Frage der Unterbringung von Flüchtlingen gilt es zu bedenken. „Ich bin sehr froh über die gelebte Willkommenskultur in Freudenberg und danke sowohl den Ehrenamtlichen, die die Flüchtlinge täglich begleiten als auch all den Engagierten in Schulen, Kitas und Vereinen sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung, die größtmögliche Anstrengungen unternehmen, um quer durch alle Abteilungen eine menschenwürdige Unterbringung als auch erste Schritte der Integration zu ermöglichen“, sagte Reschke.

Zurzeit leben rund 240 Flüchtlinge im Stadtgebiet, hiervon ca. 210 Personen in städtischen oder von der Stadt angemieteten Unterkünften. Etwa 30 Personen haben selbst Wohnungen anmieten können. Aktuell werden der Stadt wöchentlich zwischen 10 und 20 Flüchtlinge von der Bezirksregierung zugewiesen. Gleichzeitig ergeben sich, wenn zurzeit auch geringfügig, immer wieder auch Abgänge durch Wegzug.

Das Anfang 2014 gegründete Netzwerk Flüchtlingshilfe hat sich am 21. Oktober im Ratssaal getroffen. Die sehr gut besuchte Veranstaltung diente dem Austausch von Informationen und der Abstimmung der weiteren Zusammenarbeit. Auf folgende Informationen soll besonders hingewiesen werden:

  • Der "Förderverein für Migranten - und Flüchtlingshilfe Freudenberg e.V." wurde am 14.10.2015 gegründet und dem Publikum präsentiert. Dazu wurde eine Satzung ausgearbeitet und vorgestellt. Wer im Verein mitwirken möchte, kann sich an Frau Busch-Pfaffe wenden, die die Mitgliedsanträge verwaltet. Kontakt über kbuschpfaffe@gmail.com.
  • Für das Netzwerk wurde eine Homepage erstellt. Diese ist zwischenzeitlich online und unter dem Link http://www.netzwerk-fluechtlingshilfe-freudenberg.de/ erreichbar. Wer sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren möchte, kann sich dort zunächst informieren und findet Kontaktdaten.
  • Das Netzwerk Flüchtlingshilfe lädt freitags von 15 bis 17 Uhr in das katholische Gemeindezentrum an der Friedenshortstraße zum "Café International", einem Begegnungscafé für Flüchtlinge und Freudenberger ein. Die in Freudenberg lebenden Flüchtlinge sollen eine Möglichkeit bekommen, sich außerhalb ihrer beengten Wohnsituation zu treffen und kennenzulernen. Bei Kaffee und Kuchen kann man ins Gespräch kommen, bei verschiedenen Spielen ganz nebenbei Deutsch lernen. Jeder ist herzlich eingeladen. Kuchenspenden, Getränke und Brettspiele können gerne mitgebracht werden.

Zusätzlicher Hinweis:

Wer Wohnraum anbieten kann, wendet sich bitte an die Stadt Freudenberg, Abteilungsleiter Olaf Smolny unter 02734/43191 bzw. o.smolny@freudenberg-stadt.de oder Frau Fritsch vom Zentralen Gebäudemanagement unter 02734/43150 oderj.fritsch@freudenberg-stadt.de.