Gemeinsam die Zukunft gestalten:
Westenergie und Stadt Freudenberg verleihen Klimaschutzpreis 2024
Große Freude bei der Verleihung der Klimaschutzpreise in der Grillhütte Niederndorf. Bürgermeisterin Nicole Reschke und Kommunalbetreuer Achim Loos, Westenergie, zeichneten die Gewinnerinnen und Gewinner 2024 aus und lobten das großartige Engagement: „Es ist schön zu sehen, mit wieviel Herzblut, Ideenreichtum und Energie die Beteiligten unterwegs sind und sich um die Zukunft unseres Planeten sorgen.“
Die Stadt Freudenberg hat gemeinsam mit dem Energieversorger Westenergie im Jahr 2024 erneut den Klimaschutzpreis für Projekte von Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und Institutionen, die zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen, der Allgemeinheit zugutekommen und öffentlich zugänglich sind, ausgeschrieben.
Die Preissumme von insgesamt 3.000 Euro setzt sich aus 1.000 Euro der Westenergie und 2.000 Euro der Stadt Freudenberg zusammen. Aus allen eingegangenen Bewerbungen wählte eine Jury, bestehend aus Vertretern der Westenergie und der Freudenberger Ratsfraktionen, die Preisträgerinnen und Preisträger aus.
Der erste Preis ging an Marc-Oliver Giebeler von den Altbergbaufreunden Niederndorf. Herr Giebeler gründete 2015 die Abteilung Altbergbau im Heimatverein Niederndorf mit dem Ziel, die Bergbaugeschichte Niederndorfs zu erhalten und sichtbar zu machen. Damit verbunden war auch die Absicht, neuen Lebensraum für Fledermäuse und Reptilien zu schaffen. Heute besteht das Team aus vier Personen und hat drei Stollen erneut abgesichert und diese mit einem schönen fledermaus- und reptilienfreundlichen Eingang versehen. Außerdem wurde eine sogenannte Drainage nach außen verlegt. Die Entwässerung wird vor allem in heißen Sommern von Bienen und anderen Tieren besucht.
Den zweiten Platz belegte der Förderverein der Grundschule Oberfischbach. Dieser Verein unterstützt die Schule bei vielen Veranstaltungen und übernimmt oft auch die Bewirtung. Weil dabei immer wieder Müll durch Besteck, Geschirr und Becher anfällt, haben die Vereinsmitglieder sich zum Ziel gesetzt, diesen Müll zu reduzieren. Sie haben bereits Chips als Bezahlsystem für die Grundschule angeschafft, die die jeweils benötigten Wertmarken und deren Druck ersetzen. Außerdem werden Mehrwegbecher angeschafft, die bei jeder Veranstaltung verwendet werden können. Damit reduzieren sie nachhaltig die anfallenden Müllkosten um ein Vielfaches und können im Kleinen etwas Gutes für unser Klima tun.
Dritter wurde der Waldkindergarten Flecker Waldwichtel aus Freudenberg, der seine Bioabfälle durch ein innovatives Kompostierungsverfahren nach dem Bokashi-Prinzip verwertet. Dabei entsteht ein nährstoffreicher Kompost, mit dem Gemüse angebaut wird, das die Waldwichtel täglich essen. Das Abfallaufkommen wird dadurch reduziert und es entsteht ein echtes Kreislaufsystem.
Auf dem vierten Platz sind die Engagierten der AWO Kita Abenteuerland Lindenberg mit dem Projekt „Wir pflanzen einen Baum". Mit den Kindern wurden Eicheln gesammelt, die anschließend in Pflanztöpfen vorgezogen und später mit den Kindern in den Wald gepflanzt wurden. Das Projekt dient der Aufforstung und wurde von der Revierförsterin begleitet. Mit Unterstützung des Heimat- und Verschönerungsvereins Lindenberg wurden Nistkästen gebaut und in der Umgebung des Kindergartens aufgehängt. Um die Artenvielfalt der Insekten zu schützen, wurde mit einer Eltern-Kind-Aktion der Kita-Garten mit Kräutern, Gartenpflanzen, Obststräuchern, Erdbeerpflanzen und zwei Apfelbäumen bepflanzt. So wird der Lebensraum für heimische Tiere und Insekten auf vielfältige Weise erweitert und geschützt.
Auch im Jahr 2025 sollen wieder Klimaschutzprojekte ausgezeichnet werden. Wer Projekte hat, die dem Gemeinwohl dienen und die Natur schützen, achte auf die neue Ausschreibung des Freudenberger Klimaschutzpreises in diesem Jahr. Die Westenergie und die Stadt Freudenberg freuen sich auf weitere Ideen.