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05.09.2025

Box für Rad oder Gepäck mieten und weiter mit Bus und Bahn fahren

ZWS nimmt Mobilstationen in Siegen-Wittgenstein und Olpe in Betrieb

Siegen/Olpe Bus- und Bahnfahrer können Fahrrad und Gepäck jetzt an 19 Standorten in Siegen-Wittgenstein und Olpe sicher verschlossen in Boxen abstellen. Dafür hat der Zweckverband Personennahverkehr Westfalen-Süd (ZWS) sogenannte Mobilstationen in Betrieb genommen. „An einer Mobilstation kann eine Box gemietet werden, in der zum Beispiel ein Fahrrad oder Gepäckstück Platz hat. Die Stationen verfügen über einzelne Fahrradboxen, Gepäckschließfächer, dynamische Fahrgastinformations-Anzeigen und Informations-Säulen“, erläutert Landrat Andreas Müller.


Projektbeteiligte nehmen Mobilstation Freudenberg offiziell in Betrieb: erste Reihe (v. l.) Landrat Theo Melcher (Kreis Olpe), Landrat Andreas Mül-ler (Kreis Siegen-Wittgenstein), Bürgermeisterin Nicole Reschke (Stadt Freudenberg); mittlere Reihe Lariss
Projektbeteiligte nehmen Mobilstation Freudenberg offiziell in Betrieb: erste Reihe (v. l.) Landrat Theo Melcher (Kreis Olpe), Landrat Andreas Mül-ler (Kreis Siegen-Wittgenstein), Bürgermeisterin Nicole Reschke (Stadt Freudenberg); mittlere Reihe Lariss

Die offizielle Inbetriebnahme der Mobilstationen erfolgte nun exemplarisch an der Station in Freudenberg durch die Landräte aus Siegen-Wittgenstein und Olpe, Andreas Müller und Theo Melcher, sowie Freudenbergs Bürgermeisterin Nicole Reschke. Ihnen und dem ZWS übergaben dabei der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und die Bezirksregierung Arnsberg symbolisch die Fördermittel, die zur Errichtung der Mobilstationen wesentlich beigetragen haben. Andreas Müller hat die Mobilstation in Freudenberg bereits getestet: „Das ist eine super Sache, von der wir uns versprechen, umweltfreundliche Mobilität weiter zu stärken. Ich würde mir wünschen, dass das die Mobilstationen nun auch intensiv genutzt werden.“ Neben den Fördermitteln von NWL und der Bezirksregierung haben auch die beiden Kreise mit eigenen finanziellen Mitteln zur Errichtung der Stationen beigetragen.

Mobilstation. Was genau ist das?

„Die Preise für gemietete Boxen variieren je nach Art der Unterbringung und Mietdauer. Von stunden- und tageweiser Anmietung, über wöchentliche und monatliche Miet-Möglichkeit bis hin zu Halbjahres- und Jahresmiete ist alles, je nach Anlagentyp, optional buchbar“, erläutert Stefan Wied, Geschäftsführer des ZWS: „Die Preise einer Einzel-Fahrradbox beginnen beispielsweise bei 40 Cent für sechs Stunden. 24 Stunden kosten 80 Cent. Die Miete eines Gepäckschließfaches beträgt zum Beispiel für ein halbes Jahr 80 Euro. Besitzer eines ÖPNV-Abotickets zahlen in der Regel nur die Hälfte.“

Box mieten. So geht`s:

Auf radbox.nrw können sich die künftigen Nutzer informieren. Die Buchung erfolgt über eine App, die in den bekannten AppStores heruntergeladen werden kann. Danach muss eine Registrierung erfolgen. Anschließend kann die gewünschte Mietmöglichkeit ausgewählt und gebucht werden. Die Zahlung erfolgt via PayPal, Kreditkarte oder SEPA-Lastschrift. Nach dem Buchungsprozess erhält der Nutzer üblicherweise einen TAN-Code, mit dem er die Tür der Box vor Ort öffnen kann. Meist ist eine Tür-Öffnung auch über die App selbst möglich.

Mobilstationen erweitern Mobilitätsketten

„Mehr Nutzern umweltfreundliche Mobilität erleichtern, ist eines der Hauptziele von Mobilstationen“, erläutert Landrat Andreas Müller: „Ein Musterbeispiel für ein solch umweltbewusstes Mobilitätsverhalten ist ein Berufspendler, der von zu Hause mit dem Rad bis zum (Bus-)Bahnhof fährt. Dort kann er nun sein Rad und Gepäck in einer Box abstellen und dann auf den Bus oder den Zug umsteigen, um zum Arbeitsort zu fahren. Die eingelagerten Gegenstände sind sicher verstaut, denn nur er kann die Tür der Box öffnen. Wann der nächste Bus oder Zug fährt, sieht er immer zeitgenau aktualisiert auf der dynamischen Fahrgastinformationsanzeige.“

In welcher Kommune wo genau eine solche Mobilstation steht, wie Interessierte diese mieten können und zu welchen Bedingungen, finden sie unter radbox.nrw.  Die Betreiber von radbox.nrw sind go.Rheinland und der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL).