3. Freudenberger Backestag
Die Backhäuser in Alchen, Dirlenbach, Heuslingen, Hohenhain, Mausbach, Niederndorf und Oberholzklau sowie das Technikmuseum freuen sich auf viele Gäste, die dort die Ergebnisse traditioneller Brotherstellung genießen können.
Jeder Backes wird seine besonderen Spezialitäten anbieten, zu denen aber fast überall Schanzenbrot und der „Siegerländer Reibekuchen“ (Kartoffelbrot) zählen. Fehlen dürfen auch nicht die schmackhaften Blechkuchen, die gerade zur Kaffeetafel angeboten werden. Und zum „Renner“ hat sich inzwischen Zwiebelkuchen entwickelt, der in Dirlenbach, Hohenhain und Niederndorf vorbereitet wird. Mittags wartet der „Öalcher Backes“ mit seiner bekannten Kartoffelsuppe auf, im Backes Mausbach wird traditionell Erbsensuppe gekocht. Ein Verzehrangebot gibt es überall, Grillspezialitäten, „belegte Donge“ oder Waffeln runden die „Speisekarten“ ab. Und auch Drumherum wird viel geboten: Während beispielsweise am „Grönner Backes“ die „Waschweiber“ ganz in ihrem Element sind oder eine Getreidemühle in Betrieb ist, beginnen am Oberholzklauer Backes historische Führungen oder es können Schanzen gebunden werden. Im Technikmuseum zeigt Friedhelm Geldsetzer wie Brotbacken im häuslichen Backofen funktioniert. Überall ist die Gelegenheit zum gemütlichen Zusammensein für Jung und Alt gegeben.
Um für ihre gemeinsame Veranstaltung zu werben, hat die Arbeitsgemeinschaft Freudenberger Heimatvereine (ARGE) wieder ein besonderes Themenheft „Brotlust in unserer Fachwerkstadt“ herausgegeben. In einem Gastbeitrag geht Pfarrer Hans-Werner Schmidt auf die vielfältige Bedeutung von „Brot“ ein, das Gegenstand vieler biblischer Zitate ist. Er bekennt sich selbst als „Fan“ des Siegerländer Schwarzbrotes. Der geschichtliche Rückblick hat diesmal den Beginn des 1. Weltkrieges vor 100 Jahren im Fokus. Auch in Freudenberg begann schon bald die Sorge um ausreichend Lebensmittel, im Oktober 1914 wurden bereits Höchstpreise für Getreide staatlich festgelegt.