Hohe Auszeichnung für Pastor Thomas Ijewski
„Ehrenamtliches Engagement ist die Superkraft unserer Gesellschaft.“ Mit diesen Worten begrüßte Mona Neubauer, stellvertretende Ministerpräsidentin, verdiente Persönlichkeiten in der Düsseldorfer Staatskanzlei. Der Freudenberger Pastor Thomas Ijewski und 14 weitere hoch engagierte Bürgerinnen und Bürger aus NRW wurden mit den Verdienstorden des Landes ausgezeichnet. Damit ehrt die Landesregierung traditionell den herausragenden Einsatz für das Gemeinwohl und das Land Nordrhein-Westfalen.
Mona Neubaur betonte: „Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, sind der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält. Die Frauen und Männer, die wir heute mit dem Verdienstorden der Landesregierung auszeichnen, stehen mit ihrem außergewöhnlichen persönlichen Einsatz für diese Orientierung am ‚Wir‘. Sie sind damit wichtige Vorbilder und können noch mehr Menschen dafür begeistern, sich zu fragen: Was kann ich tun, wo kann ich helfen und wie kann ich persönlich die Welt ein bisschen besser machen?“
Thomas Ijewski wurde begleitet von seiner Familie und Bürgermeisterin Nicole Reschke. In der Laudatio heißt es: „Thomas Ijewski ist evangelischer Pastor im Siegerland – genauer: im Fachwerkstädtchen Freudenberg. Seit etwa zwei Jahrzehnten engagiert er sich dort auch ehrenamtlich.
Neben dem Engagement in verschiedenen kulturellen, gesellschaftlichen und kirchlichen Bereichen sticht eines heraus: die Denkmalpflege.
Für den Erhalt und die Sanierung der Evangelischen Kirche Freudenberg hat sich Thomas Ijewski mit sehr viel Herzblut eingesetzt. Die Kirche prägt das Stadtbild in besonderer Weise und steht in der Denkmalliste Freudenbergs an erster Stelle. Wer einmal dort war oder Fotos gesehen hat, dem drängt sich diese – im wahrsten Sinne des Wortes – herausragende Position des Gebäudes geradezu auf. Thomas Ijewski hat durch eigene Beiträge, durch die Mobilisierung ehrenamtlicher Mitstreiter, kreative Fundraising-Aktionen und die erfolgreiche Fördermittel-Akquise ganz erheblich dazu beigetragen, die umfangreiche Sanierung des Gebäudes zu realisieren. Die Kirche wurde nicht nur denkmalgerecht saniert. Sie wurde auch als „Haus der Begegnung“ zu einem Ort, der für kulturelles und soziales Leben offensteht.
Dass Geschichte und Kirchengeschichte Thomas Ijewskis Leidenschaft sind, erkennt man nicht nur an seinem Engagement für Denkmäler. Auch als Herausgeber des Jahrbuchs für Westfälische Kirchengeschichte und als Mitglied der Historischen Kommission der EKD zur Erforschung des Pietismus setzt er sein ganzes Können und Wissen ein. Seine Erfahrung in der historischen Arbeit führte dazu, dass er von der Stadt gebeten wurde, einen Arbeitskreis zu leiten. Thema war die Aufarbeitung der Hexenverfolgungen in Freudenberg. Dieser Arbeit ist es zu verdanken, dass den Opfern dieses Menschheitsverbrechens Namen gegeben werden konnten. Eine Gedenktafel erinnert heute an die Opfer.
Ich freue mich, Sie heute mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen auszuzeichnen.
Herzlichen Glückwunsch!“