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30.04.2019

Wandern entlang der Wasserstaaten

In Freudenberg bietet der neue Rundweg naturnahe Attraktionen

Wandergruppe
Wandergruppe

Das Element Wasser erleben ist ab sofort in Freudenberg möglich: Nach zehn Monaten Bauzeit eröffneten Bürgermeisterin Nicole Reschke, Baudezernent Karl-Hermann Hartmann und Landschaftsarchitektin Doris Herrmann den 4,5 Kilometer langen barrierearmen Wanderweg „Wasserstaaten“. Der Rundweg lockt mit besonderen Einblicken in Natur und Landschaft. Technisch geprägte Wasserorte bilden das Herzstück. Kleine Attraktionen bieten dazu ein vielfältiges Erholungsangebot am Weg.

Natur trifft Technik und so werden das Thema Wasser und die Bedeutung für die Industrie der Region beleuchtet. Über die Industriegeschichte der Wassernutzung erzählen Infotafeln. Der Talraum der Gambach wird mit dem Technikmuseum und dem Freudenberger Flecken verknüpft. „Wir steigern die Aufenthalts- und Lebensqualität für unsere Bürger und Touristen. Auf diese Weise soll auch der Besucher die Möglichkeit erhalten, Freudenberg zu entdecken“, sagt Bürgermeisterin Reschke.

Die Planungen und Bauleitung für das Projekt hatte das Landschaftsarchitekturbüro Herrmann und Wendholt aus Wilnsdorf übernommen. Die Bauarbeiten wurden vom Garten- und Landschaftsbaubetrieb Ierardi (Inh. J. Peczkowski) aus Netphen ausgeführt.

Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf knapp 300.000 Euro und werden durch die Europäische Union und das Land NRW aus dem EFRE-Programm (Europäischer Fond für Regionale Entwicklung) mit insgesamt 80 % gefördert. Der entsprechende Antrag wurde im Februar 2016 gestellt, zehn Monate später freuten sich die Freudenberger über die Zusage. „Wir haben viel Energie in dieses Projekt gesteckt und die erfolgreiche Antragstellung hat uns Aufwind gegeben. Es ist zudem eine Bestätigung, dass gute Konzepte auch finanziell umgesetzt werden können“, so Reschke.

Den Startpunkt für den Besuch der Wasserstaaten bilden die Parkplätze am Eicher Weiher und am Gambachsweiher. Diese beiden bestehenden Parkplätze wurden im Rahmen des Ausbaus barrierefrei angebunden und am Gambachsweiher um Wohnmobilstellplätze ergänzt.

Beschilderung:

Die Beschilderung beginnt mit einem übergeordneten Schild „ P Stadterleben“ am Parkplatz Eicher Weiher. Wegemarkierungen auf dem Weg helfen bei der weiteren Orientierung. Die Schilder „Wasserstaaten“ erläutern die Aktiv- und Erlebnispunkte sowie die historischen Besonderheiten des Ortes. In dem Landschaftsraum der Gambach stellen sie neben den Bänken den einzigen Einbau dar.

Erlebnisstation Mühle und Wassererlebnisplatz:

In der Mühle gibt es eine Gastronomie mit Außenbereich. Davor ist ein kleiner öffentlich zugänglicher Vorplatz mit Bank, Solitärbaum und Schild entstanden; der historische Bezug wird erläutert. Von diesem Punkt aus erinnert ein auf dem Asphaltweg aufgebrachter blauer Streifen daran, dass früher ein Mühlengraben an der Talkante bis zum Gambachsweiher verlief.

Unterhalb des Damms ist ein Platz mit Talblick und Wassererlebnispunkt angelegt worden. Gäste haben die Möglichkeit, das Wasser aktiv zu erleben. Bänke laden zum Verweilen ein.

Spielende Kinder am Wassererlebnisplatz
Spielende Kinder am Wassererlebnisplatz

Erlebnisstation Gambachsweiher:

Die Erinnerung an die Badenutzung des Weihers wird mit einer schlichten, sehr langen Sitzbank hervorgerufen. Sie wurde parallel zu den sichtbaren alten Badehausfundamenten aufgestellt.

Der Wanderparkplatz am Gambachsweiher ist um Wohnmobilstellplätze, Behindertenparkplätze, einen Vesperplatz und eine barrierefreie Wegeanbindung an den Wasserstaatenweg ergänzt worden. Von diesem Ausgangspunkt erschließt sich ein Großteil des Weiherumfeldes für gehbehinderte Personen.

Gambachtal:

Im Gambachtal wird die Querungsbrücke noch durch die Stadt Freudenberg saniert und durch ein Informationsschild ergänzt.