Seiteninhalt
08.06.2021

Alter Flecken: Rückenwind für innovative Ideen

Marktstrasse "Alter Flecken"
Marktstrasse "Alter Flecken"

Freudenbergs historische Altstadt rückt einmal mehr in den Fokus. NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst hat nun die besten Ideen im Landeswettbewerb „Mobil.NRW - Mobilität in lebenswerten Städten“ bekanntgegeben. Das Konzept, das Bürgermeisterin Nicole Reschke in Düsseldorf eingereicht hat, gehört dazu und hat gute Aussichten auf eine Förderung.

Das Ziel des Wettbewerbs, so das Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen: Städte und Gemeinden sollen in ihren Projekten Alternativen zur motorisierten Individualmobilität, also vor allem zur Nutzung des eigenen Autos, entwickeln und Voraussetzungen dafür schaffen, den Flächenbedarf des Verkehrs zu reduzieren. Dafür sind intelligente Konzepte erforderlich, um den unterschiedlichen Mobilitätsinteressen zu entsprechen. In Modellvorhaben soll gezeigt werden, wie die Mobilität in Innenstädten, Nebenzentren und Wohnquartieren verbessert werden kann. Diese Anforderungen haben nach Auffassung der Jury zehn Städte erfüllt, darunter Freudenberg.

„Unsere Vision haben wir wie folgt umschrieben: Bis zum Jahr 2026 beleben die Bewohnerinnen und Bewohner des historischen Stadtkerns den öffentlichen Raum neu. Der Anwohnerverkehr ist anders organisiert, der motorisierte Pkw-Individualverkehr reduziert. Neue Mobilitätsangebote werden genutzt. Grüne Oasen und erweiterte Außenbereiche der Gastronomen laden zum Verweilen ein. Das historische Ortsbild wird gestärkt, Begegnungsräume sind geschaffen, Emissionen reduziert“, erklärt Bürgermeisterin Nicole Reschke. Dann sollen auch die aktuellen Ärgernisse wie unzureichende Sicherheit für Fußgänger, Schilderwald, hohe Belastung durch den Durchgangsverkehr der Vergangenheit angehören.

Der Wunsch, im Quartier „Alter Flecken“ in der historischen Altstadt von Freudenberg eine Reduzierung des fließenden und ruhenden Verkehrs zu erreichen, besteht schon lange. Mit der Teilnahme an dem Wettbewerb soll durch ein kluges Konzept die aktuell unzureichende Verkehrssituation im Quartier verbessert werden mit dem Ziel, die Wohnqualität zu steigern ebenso wie die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer, den Einzelhandel zu stärken ebenso wie die Aufenthaltsqualität.

Um dies näher auszugestalten sind verschiedene Bürgerbeteiligungsmöglichkeiten vorgesehen. Erwartungen und Wünsche fließen dann auch mit in die nächste Projektskizze, die im Dezember beim Land eingereicht werden muss. 2 Eine Fachjury hatte aus 29 Projektvorschlägen von Städten und Gemeinden aus ganz Nordrhein-Westfalen die zehn besten Ideen ausgewählt. Diese Städte und Gemeinden sind eine Runde weiter und können ihre Ideen nun näher ausarbeiten und auf eine Förderung hoffen.

Verkehrsminister Hendrik Wüst: „Wer weniger Autos in der Stadt möchte, muss den Menschen ein besseres Angebot machen. Wir fördern die innovativsten Ideen für bessere, sichere und saubere Mobilität in unseren Städten mit 100 Millionen Euro. Wir suchen keine Insellösungen, sondern Konzepte, die Vorbild für viele Städte in Nordrhein-Westfalen sein können. Die vorgelegten Projektskizzen sind spannend, mutig und vor allem vielversprechend. Ich drücke allen Teilnehmern die Daumen für die nächste Runde."