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20.07.2020

ÖPNV für jeden zugänglich machen

NWL fördert Ausbau von Bushaltestellen im Stadtgebiet von Freudenberg

Brgermeisterin Nicole Reschke nimmt den Frderbescheid von NWL-Verbandsvorsteher Andreas Mller entgegen.
Brgermeisterin Nicole Reschke nimmt den Frderbescheid von NWL-Verbandsvorsteher Andreas Mller entgegen.

„Die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs muss frei von Barrieren und somit für jeden Menschen zugänglich sein“, so Landrat Andreas Müller, Vorsteher beim Nahverkehrsverband Westfalen Lippe (NWL). Bei den Bussen selbst hat sich ein barrierefreier Standard, wie zum Beispiel niedrige Einstiegsmöglichkeiten, Klapprampen und visuelle und akustische Haltestellenansagen, schon etabliert. Viele Haltestellen im Kreisgebiet hingegen sind noch nicht barrierefrei ausgebaut und können deswegen auch nicht von jedem  Menschen genutzt werden.

Die Stadt Freudenberg hat erneut die Chance genutzt und einen weiteren Antrag auf finanzielle Unterstützung für den barrierefreien Ausbau von Bushaltestellen beim NWL gestellt. Bürgermeisterin Nicole Reschke: „Das Thema Mobilität spielt für uns in Freudenberg bezüglich der Lebensqualität eine große Rolle. Ein wichtiger Baustein ist die barrierefreie Umrüstung von Haltestellen. Denn wir möchten den ÖPNV für alle Zielgruppen attraktiv und nutzbar machen.“

Der Zuwendungsbescheid für die Förderung ist jetzt da und wurde von Verbandsvorsteher Andreas Müller übergeben: : „Der NWL setzt sich seit Jahren für eine Verbesserung der ÖPNV-Infrastruktur ein, gerade auch im ländlichen Raum. Hiervon profitiert nun auch die Stadt Freudenberg.“

Für das Jahr 2020 ist der barrierefreie Umbau von fünf Bushaltestellen vorgesehen: „Oberfischbach Ort“ (Fahrtrichtung Niederndorf), „Niederndorf Ort“ (Fahrtrichtung Freudenberg), „Bühl Unter der Heide“ (Fahrtrichtung Alchen), „Bühl Unter der Heide“ (Fahrtrichtung Freudenberg) sowie „Hohenhain Ort“ (Fahrtrichtung Mausbach).

Bei dem geplanten Umbau werden die Haltestellen vor allem mit Leitlinien (Rippen- und Noppenplatten) ausgestattet und das Höhenniveau wird angepasst. Durch die Umsetzung des barrierefreien Umbaus wird die Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs in Freudenberg weiter gesteigert und die Belange von Menschen mit motorischen Einschränkungen oder Sehbehinderungen werden berücksichtigt. Die zuwendungsfähigen Kosten betragen 173.500 €, woraus sich die Zuwendung von 156.200 € (90 %) errechnet.

Bereits umgerüstet wurden die Haltestellen „Bethesda Krankenhaus“, „Alchen Ort“ (Fahrtrichtung Siegen), „Lindenberg Ort“ (Fahrtrichtung Freudenberg) sowie „Kreuzseifen“ (beide Fahrtrichtungen). Zurzeit im Bau sind die Haltestellen „Mórer Platz (ZOB)“, „Lindenberg Ort“ (Fahrtrichtung Siegen) und „Schulzentrum“.

Der NWL organisiert den Schienenpersonennahverkehr für über 5 Mio. Einwohner in 16 Kreisen und 3 kreisfreien Städten in Westfalen-Lippe und ist der flächenmäßig größte Aufgabenträger in NRW. Zusätzlich fördert er auch Infrastrukturvorhaben für den gesamten öffentlichen Personennahverkehr, wofür ihm jährlich rund 25 Mio. Euro zur Verfügung stehen. Vorrangig werden Vorhaben gefördert, die die Barrierefreiheit herstellen und so insbesondere Personen mit Mobilitätseinschränkungen aber auch beispielsweise Eltern mit Kinderwagen die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) ermöglichen oder vereinfachen. Viele Städte haben die Förderquoten von 90% bereits genutzt und vor allem Haltestellen modernisiert und barrierefrei hergerichtet.

(Bild: Bürgermeisterin Nicole Reschke nimmt den Förderbescheid von NWL-Verbandsvorsteher Andreas Müller entgegen.)

Diese Pressemeldung finden Sie auch im Internet unter        
http://www.siegen-wittgenstein.de