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Schulung für Haus- und Schwimmmeister 05.12.2016 


Durch Verhaltensänderung und intelligente Anlagensteuerung bis zu 15 Prozent Energie einsparen

                               Rund 70 Hausmeister, Schwimmmeister und Gebäudemanager aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein haben jetzt an vier Fortbildungsmaßnahmen teilgenommen. Diese fanden in Bad Berleburg, Hilchenbach, Freudenberg und Wilnsdorf statt – gemeinsam organisiert vom Klimaschutzmanager für den Kreis, Gunter Stegemann, und den vier Kommunen.

Die Idee der Fortbildungsveranstaltungen: „Energie effizient einzusetzen, entlastet die Umwelt, spart natürliche Ressourcen und liefert zudem einen Betrag zur Kostensenkung“, erläutert Gunter Stegemann: „Ohne große Investitionen und ohne den Komfort einzuschränken, kann der Energieverbrauch in bestehenden Gebäuden um bis zu 15 Prozent verringert werden. Und zwar nur dadurch, dass man technische Anlagen intelligent bedient und das Nutzerverhalten anpasst.“

Bei den Fortbildungen wurden wichtige Grundlagen vermittelt und aufgefrischt. Aspekte wie richtiges Lüften, Wärmedämmung, Heizungs- und Lüftungstechnik, Nachtabsenkung, Beleuchtung und Messtechnik wurden ebenso behandelt, wie das Sensibilisieren der Mitarbeiter für einen schonenden Umgang mit Ressourcen.

„Es wird erwartet, dass die Hausmeister mit der vorhandenen Technik die Anforderungen der Nutzer und gleichzeitig die Ziele eines sparsamen Gebäudebetriebs und des Klimaschutzes erfüllen“, machte Dipl.-Ing. Hubert Grobecker, Dozent der e&u energiebüro gmbh aus Bielefeld, bei den Schulungen deutlich: „Es ist kein leichter Job, allen Nutzern gerecht zu werden. Die Hausmeister haben dabei eine zentrale Funktion mit technischen und kommunikativen Anforderungen.

Die Mitarbeiterschulungen sind eine konkrete Maßnahme aus dem Integrierten Klimaschutzkonzept für den Kreis Siegen-Wittgenstein. Bürgermeisterin Nicole Reschke betonte bei der Begrüßung der Teilnehmer an der Freudenberger Schulung: „Als öffentliche Hand haben wir eine Vorbildfunktion, die wir sehr ernst nehmen. Dazu gehören selbstverständlich gut ausgebildete Mitarbeiter, um Einsparungen zu erzielen.“

„Dabei kommt den Hausmeistern eine besonders wichtige Aufgabe zu“, unterstreich Gunter Stegemann: „Die Anforderungen an kommunale Hausmeister und andere Mitarbeiter in diesen Bereichen steigen stetig.“ Einerseits werde die Regelung und Steuerung moderner Anlagentechnik immer komplexer, andererseits ändere sich das Nutzerverhalten zunehmend. Der Trend zur schulischen Ganztagsbetreuung sei hierfür ein gutes Beispiel. Ressourcen wie „Wärme“, „Strom“ und „Wasser“ müssten länger vorgehalten werden, verbunden mit erhöhten Betriebsstunden. „Ein individuell sinnvolles Gebäudemanagement zu betreiben, ist kein einfaches Thema“, so Stegemann. Daher soll es im kommenden Jahr bereits die nächsten Schulungen geben.

(Bild: Bürgermeisterin Nicole Reschke (rechts) und Dozent Hubert Grobecker (2.v.r.) mit den Teilnehmern der Haus- und Schwimmmeisterfortbildung im Rathaus der Stadt Freudenberg.)